2025
Chronologie der Ereignisse
15. Januar: Winterrede mit Barbara Bosshard
Bereits zum elften Mal halten die verschiedensten Persönlichkeiten Winterreden aus dem Erkerfenster des Karl des Grossen über dem Grossmünsterplatz in der Zürcher Altstadt. Letztes Jahr war queerAltern-Mitglied Madeleine Marti dran. Dieses Jahr hielt unsere Präsidentin Barbara Bosshard eine bewegende, sehr persönlich gehaltene Rede über ihren Werdegang als lesbische Frau, ihre Neuerfindung nach der Pensionierung und die Situationen von queeren Menschen im Laufe der Zeit – eingebettet in eine Betrachtung der Geschichte und der aktuellen Geschehnisse .
18. Januar: Podium zum 95. Geburtstag von Ernst Ostertag
queerAltern-Mitglied Ernst Ostertag wurde am 21. Januar 1930 geboren. Drei Tage vor seinem 95. Geburtstag feierten ihn die Vereine Network, Schwulengeschichte, Milchjugend und queerAltern anlässlich eines Podiumsgesprächs im Kulturhaus Helferei in Zürich. Gegenüber Daniel Bruttin (Network, Schwulengeschichte) sagte Ernst, dass er im Network wieder eine Familie gefunden habe, die er mit dem Ende des Kreises verloren habe. Mit Joh von Felten (Milchjugend) verglich Ernst seine Jugend mit der Jugend von heute. Heute könnten queere Jugendliche offen leben im Gegensatz zu seiner Zeit. Hingegen sei ein Coming-out nach wie vor äusserst schwierig und schmerzhaft. Barbara Bosshard (queerAltern) fragte Ernst, wie er mit der Trauer seines 2018 verstorbenen, langjährigen Partners und Mannes Röbi Rapp umgehe. Der Schmerz, sagte Ernst, verschwinde nie, da gebe es keine Heilung. Gefragt nach dem Sinn des Lebens sagte Ernst wie stets in druckreifen Sätzen, dass der Mensch nun mal Teil der Natur sei und sein Ende absehbar. Doch sei ein Leben trotzdem nicht nutzlos. Frei rezitiert.
21.1. / 20.3. / 26.4. / 19.6. / 19.8. / 9.12. : Erzählcafés mit Werner Baumann
queerAltern-Mitglied Werner Baumann lädt auch 2025 zu sechs Erzählcafé-Nachmittage ins Regenbogenhaus in Zürich ein. Jeweils diskutieren die Teilnehmenden zu verschiedenen Themen wie «Anders als die Andern», «Meine erste Liebe», «Weggefährt:innen» oder «Berührt sein». Zwischen 5 und 15 Personen nehmen jedes Mal teil, erzählen einander ihre Geschichten und gehen danach gemeinsam Kaffee trinken. Über die Teilnehmenden sagt der ausgebildete Erzählcafé-Moderator: «Es ist jeweils eine kleine, intime Gruppe von fünf bis sechs Männern und Frauen. Ich empfinde diese kleine Gruppe als ein Privileg, denn dadurch hören wir persönliche, intime und auch berührende Geschichten, die in einer grösseren Gruppe niemals erzählt würden.»
24.1. / 21.2. / 25.4. / 30.5. / 5.9. / 28.11. / 19.12. : Jassnachmittage
Margrit Lüscher und Marianne Egli organisieren für queerAltern sieben Jassnachmittage. Jedes Mal im Bistro Karl*a die Grosse in Zürich (ausser im Dezember, da findet der Jassnahcmittag im Quartierzentrum Hirslanden statt). Gejasst wird mit Schweizer Karten.
8. Februar: queerSalon mit Fabio Eiselin
Sein Lebenstraum war es, Tramchauffeur zu werden. Doch auf schicksalshafte Weise wurde sein Traum nicht wahr. So liess er sich als Schauspieler ausbilden: Fabio Eiselin ist seit 43 Jahren Partner von und inzwischen verheiratet mit Hans Wenger. Als Schauspieler wirkte Fabio in Theatern in Deutschland und in der Schweiz, wechselte dann den Beruf als Kinderhortleiter. Seit 30 Jahren gehört Fabio bei der Schweizerischen Blindenbibliothek in Zürich zum Team der professionellen Sprecher:innen. Am queerSalon gibt er ein Beispiel, wie er vorliest und welche technischen Angaben er dabei beachten muss. Als heute Pensionierter spielt er an Hochschulen, Unis/ETH und Spitälern noch immer diverse Rollen. queerAltern-Präsidentin Barbara Bosshard führte mit Fabio ein interessantes und unterhaltsames Gespräch über seine Lieblingsrollen in Leben und Beruf.





