DAS ENTSTEHEN DES ERSTEN QUEER MEMORIALS IN DER SCHWEIZ
Werkwoche bei den beiden Gestalterinnen Judith Schröter und Regine Brandt in deren Atelier in Oetwil am See vom 26. bis 31. Mai 2026
Von der nackten Säule aus Bollinger Sandstein ist in sechs Arbeitstagen ein Memorial für queere Menschen entstanden. (Endschliff und das Aufeinandersetzen der einzelnen Steine folgen noch). Der Gedenkstein für queere Menschen wird auf dem Zürcher Friedhof Sihlfeld in die Nähe des Regenbogen Grabfeldes zu stehen kommen. Unter der Anleitung der Gestalterinnen Judith Schröter und Regine Brandt haben sich gegen 20 Menschen aus verschiedenen queeren Communitys an der Gestaltung von Queer Memorial beteiligt. Es wurde intensiv diskutiert: Soll die Säule in fünf oder sieben verschieden grosse Stücke geteilt werden? Wie gross werden die farbigen Kreise, die die Farben des Regenbogens repräsentieren? Es wurden nach dem gemeinsamen Findungsprozess über 100 Kreise, die aus der Säule gefräst und gehauen wurden; ihr Durchmesser von 2 bis 12 Zentimeter. Die kreisrunden Vertiefungen wurden nach dem in Diskussionen entstandenen Muster entsprechend mit farbigem Mörtel gefüllt. Die Lai:innen wurden von den beiden Gestalterinnen bestens angeleitet. Die Einweihung des schweizweit ersten Queer Memorial ist am 20. August 2026 um 18 Uhr.
Fotos: Barbara Bosshard, Liliana Bürge, Rahel El-Maawi, Sandra Meier, Katharina Müller, Todd Sekuler, Katharina Tucek
